Zum Tag der Arbeitslosen 2021: Ein trauriger Rekord

Die Corona-Pandemie hat die größte Krise am Arbeitsmarkt in der Geschichte der Zweiten Republik ausgelöst. Dramatisch gestiegen, ist die Anzahl der Personen, die von Langzeitbeschäftigungslosigkeit betroffen sind, also jener Menschen, die langfristig vom Erwerbsarbeitsmarkt ausgeschlossen sind. Einen traurigen Rekord verzeichnete hierbei Tirol im März 2021 mit einer Steigerung von 128,5 % verglichen zum Vorjahr. Das sind 5.614 Personen, die bereits länger als ein Jahr beim AMS gemeldet waren, 4.422 hiervon aktiv auf der Suche nach Erwerbsarbeit (Quelle AMS). Angesichts der anhaltenden Krise wird es immer schwieriger, einer Verfestigung von Langzeitarbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Die Folgen für die Betroffenen sind gravierend, denn der Wegfall eines Erwerbeinkommens bedeutet auch ein höheres Armutsrisiko, sowie verminderte soziale Teilhabe. Umso dringender sind auch ein politisches Gegensteuern und mutiges Handeln in Richtung einer zukunftsorientierten Arbeitsmarktpolitik. Dies bedeutet konkret die verstärkte Forderung nach Maßnahmen zur Sicherung des Lebensstandards von Menschen, die von Langzeitbeschäftigungslosigkeit betroffen sind, die Förderung von sozial und ökologisch nachhaltiger Beschäftigung, die Umsetzung von Gleichstellung, sowie Investitionen in die „Aktive Arbeitsmarktpolitik“.

Nähere Informationen zu den Forderungen von arbeit plus finden Sie unter folgendem Link: https://arbeitplus.at/themenpapiere/